T-Shirt, Leiberl, Unterhemd, Mythos

Leiberl, T-Shirt

Viele Namen für einen Mythos: das T-Shirt – in Österreich und Bayern auch als Leibchen oder Leiberl bezeichnet – ist DAS Kleidungsstück schlechthin. Wie die Jeans – denen Beine und Po soviel verdanken – wurde das T-Shirt, das seinen Namen der besonderen Form verdankt, weltweit zur Erfolgsstory. Das Kleidungsstück in der klassischen T-Form mit rundem oder V-förmigen Ausschnitt ist ohne Kragen, Taschen oder Knöpfe ausgeführt und hat seinen Siegeszug über Ländergrenzen, Ethnien und Konfessionen hinweg gefeiert.

Die Geschichte des T-Shirts

Während das klassische Hemd mehrere Jahrhunderte brauchte um sich in Europa als vollwertiges Kleidungsstück durchzusetzen, konnte sich das T-Shirt (engl. für Hemd in T-Form) vergleichsweise rasch und nachhaltig etablieren. Löste es anfangs noch das ärmellose Unterhemd als Unterwäsche ab, setzte es sich in den 1950er Jahren bald als Teil der Jugendkultur auch als „richtiges“ Bekleidungsstück durch. Zuvor musste es sich freilich als Unterbekleidung der amerikanischen Armee im 2. Weltkrieg bewähren. Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkrieges wurde es schließlich zum offiziellen Unterhemd der US Marine.

Von da an war der Siegeszug nicht zu stoppen, Seeleute und Matrosen aller Herren Länder zählten fix auf das T-Shirt aus Baumwolle. Die Ausführung aus 100% Baumwolle war wohl auch der Grund für den großen Erfolg, denn mit der weichen Baumwolle wurde die Haut endlich vom bis dahin üblichen Leinen befreit. Der Tragekomfort, die günstigen Anschaffungskosten und natürlich auch die unkomplizierte Wäsche waren weitere Garanten für den Erfolg des T-Shirts.

Während die Modeindustrie gegenwärtig immer hysterischer auf der Suche nach neuen Materialien, Schnitten und Technologien ist, bleibt das T-Shirt ein beständiger Faktor über alle Trends hinweg. Und das liegt natürlich auch am T-Shirt Druck, denn seit das T-Shirt zu sprechen gelernt hat, sind der Vielfalt der Ausdrucksformen keine Grenzen gesetzt. Egal ob mittels klassischem Siebdruck, Transferdruck, Beflockung oder digitaler Drucktechnik, es gibt kaum ein graphisches Anliegen, das nicht auf einem T-Shirt umgesetzt werden könnte. Entsprechend flexibel können die Produzenten heute auch auf neue Trends und Modeströmungen reagieren. Am Beginn der Erfolgsgeschichte standen allerdings uralte Schablonentechniken, mit denen bereits die alten Ägypter ihre Stoffe verzierten.

Von der Armee über die Uni zur Popkultur – das T-Shirt emanzipiert sich

Nach der Bewährungsprobe im harten Militär gelang dem T-Shirt ab den 1950er Jahren dann endgültig der Durchbruch. Ab diesem Zeitpunkt lösten nämlich in den Vereinigten Staaten bedruckte T-Shirts die Wappen , die die Blazer der Studenten in den ehrwürdigen Universitäten zierten ab. Jede Uni hatte ein eigenes Design, das T-Shirt wurde zum Bekenntnis der Studenten.

Nachdem die Jugendlichen das Stück Stoff als cooles Ausstattungsaccessoire für sich vereinnahmten, war es nur mehr eine Frage der Zeit, bis Hollywood sich des Themas annahm. Egal ob James Dean in „Denn sie wissen nicht was sie tun“, Marlon Brando in „Der Wilde“, John Travolta in Grease oder später Matt Dillon in „Rumble Fish“ – die Helden in T-Shirts wurden allesamt zu Idolen ganzer Generationen.

Und der Zuspruch hat sich bis heute nicht geändert, egal ob als cooles Szene-Outfit, politisches Statement, ob als sexy Hingucker oder schlicht als wärmende zweite Haut – das T-Shirt ist heute beliebter denn je. Kaum jemand kann sich heute vorstellen, dass dieser raffiniert geschnittene Stück Stoff erst vor wenigen Jahrzehnten die Gesellschaft revolutioniert hat.

Linktipps:

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